Drei Uhren, die sich die Freiheit nehmen, Zeit grob darzustellen







LONDON - BERLIN - TOKYO

Wieviel Zeit habe ich und kann mir die Uhr eine Antwort darauf geben? Ist ein Tag das Gleiche wie 1440 Minuten? Ist es ein Verlust oder eher ein Gewinn, wenn Uhren nicht genau gehen? Wer profitiert von der Uhr? Sind sie Metronome oder Diktatoren und was heißt das für mein Leben?

Die Uhren LONDON, BERLIN und TOKYO sind Reaktionen auf diese Fragen. Alle drei nehmen sich die Freiheit, ihre Zeit ungenau anzuzeigen, sie teilweise zu verschweigen oder ihren eigenen Takt zu finden. Sie bedienen sich dazu uhrenuntypischer Displays.
„LONDON“ zerlegt die exakte Zeit in Kleinteile und baut sie aus ihren Trümmern neu auf, „BERLIN“ verrät sie nur auf Nachfrage und in „TOKYO“ zeigt sie sich in Form eines leuchtenden Kreises.

LONDON

01 magnet from Martin Pless on Vimeo.

Die Magnetuhr LONDON zerlegt die exakte Zeit und baut sie aus ihren Trümmern neu auf

Als wäre ein Zeiger in Stücke gehackt und wieder zusammengekehrt, liegen Metallspäne scheinbar lose auf einer Keramikscheibe. Sie werden durch hinter dem Display liegende Magneten in Form gehalten. Der Zeiger dreht sich einmal in 12 Stunden – jedoch legt er in variierendem Takt verschieden große Schritte zurück.

BERLIN

02 lautsprecher from Martin Pless on Vimeo.

Die Lautsprecheruhr BERLIN behält die Zeit für sich – bis man sie danach fragt

Wer wissen möchte wie spät es ist, fragt die Uhr. Hierzu muss der Ziehschalter betätigt werden. Daraufhin antwortet die Uhr vielleicht: „Es ist kurz vor fünf.“

TOKYO

03 licht from Martin Pless on Vimeo.

Die Lichtuhr TOKYO zelebriert die Unschärfe

Wie genau muss eine Uhr abzulesen sein? Die Antwort ist je nach Betrachter und Erwartung an eine Uhr unterschiedlich. Die Lichtuhr TOKYO zeigt ihre Zeit über einen unterbrochenen Lichtkreis an, der durch einen großen Kühlkörper strahlt. Eine abgeblendete Stelle dient als Stundenzeiger. Je nach Blickwinkel verändert sich die Präsenz und Ablesbarkeit der Zeit. Durch Ausschalten des Leuchtmittels tritt die Funktion als Zeitmesser ganz in den Hintergrund.


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